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Open Knowledge Format (OKF)

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Das Open Knowledge Format (OKF) ist ein von Google veröffentlichtes, herstellerneutrales Format, um Wissen als einfache Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter abzulegen. Ziel: Wissen soll produzier- und konsumierbar sein — unabhängig von Framework, Modell-Anbieter oder Serving-System. Ob Mensch, Agent oder Skript es schreibt und ob ein statischer Dateiserver, eine Wissens-Oberfläche, ein LLM-Kontext, ein Suchindex oder ein Graph-Viewer es liest, spielt keine Rolle. CompanyWizards Wissensbasis ist diesem Format strukturell sehr nah.

Ein OKF-Bundle ist schlicht ein Verzeichnis aus Markdown-Dateien — kein Schema-Register, keine zentrale Instanz, keine vorgeschriebene Software. Jede Datei ist ein Wissens-Konzept; ihre Identität ist ihr Pfad im Bundle (ohne .md-Endung). Weil es plain files sind, sind sie versionierbar, diffbar und von Mensch und Maschine gleichermaßen lesbar.

  • Minimal vorgeschrieben, frei erweiterbar. OKF verlangt genau ein Pflichtfeld und erlaubt darüber hinaus beliebige Zusatzfelder. Producer dürfen ergänzen, was sie brauchen; Consumer müssen unbekannte Felder, fehlende Felder und kaputte Links tolerieren.
  • Frontmatter nur für Abfragbares. In den YAML-Kopf gehören maschinell filterbare Felder (type, resource, tags, timestamp) — die eigentliche Prosa steht im Textkörper.
  • Graph-förmig, nicht nur Baum. Konzepte verweisen aufeinander über normale Markdown-Links. Die Bedeutung einer Beziehung steht im umgebenden Fließtext, nicht im Link selbst — so entsteht ein vernetztes Wissensnetz statt einer starren Ordnerhierarchie.
  • Schrittweise Vertiefung. Eine automatisch erzeugte index.md je Ordner dient als Einstiegs- und Navigationspunkt ins Bundle.

type ist OKFs einziges Pflichtfeld und sein zentrales Kategorisierungsmerkmal — ein kurzer, selbsterklärender String wie note, howto, spec oder reference. Consumer nutzen ihn zum Filtern und für eine farbige Darstellung im Graph. Das Vokabular ist bewusst dezentral: Es gibt keine geschlossene Liste erlaubter Werte.

Unsere Wissensbasis besteht bereits aus Markdown plus YAML-Frontmatter, und ihre Verknüpfungen ([[Wikilinks]] bzw. kb:-Links) lösen zur Laufzeit auf — strukturell also sehr nah an OKF. Das macht CompanyWizard-Wissen „OKF-projizierbar”: Es lässt sich mit geringem Aufwand in ein normkonformes Bundle überführen, das über Werkzeuge hinweg portabel bleibt. Ein günstiger Interoperabilitäts-Hebel — Ihr Wissen ist nicht in der Plattform gefangen.

Der Live-Vault trägt zusätzlich Felder für die Zugriffssteuerung (classification, access_roles — siehe RBAC & Vertraulichkeitsstufen). Weil OKF Zusatzfelder ausdrücklich toleriert, bleibt der Vault damit ein gültiges OKF-Bundle. Der reine OKF-Export dagegen entfernt diese RBAC-Felder und ist dadurch nachweislich normkonform („conformant by construction”). Wie das in der Praxis aussieht, steht in den beiden Schwester-Artikeln.